Mobilfunk
Bereits 1958 begann die deutsche Bundespost ein bundesweites Mobilfunknetz aufzubauen. Das sogenannte A1-Netz überzog nach 12 Jahren etwa 80 Prozent der Bundesrepublik und war damit das größte Mobilfunknetz seiner Zeit.
Um die Teilnehmerdichte in den Ballungsgebieten bewältigen zu können wurde noch zwei weitere Netze aufgebaut. Aber selbst das löste das Problem mit den nötigen Vermittlungskräften nicht. Also versuchte man eine Umstellung auf automatische Wählsysteme, was letztendlich 1972 mit dem B-Netz vollendet wurde.
Aufgrund der immer weiter steigenden Teilenhmerzahlen wurde noch ein weiterea B-Netz hinzugeschaltet. Aber bereits 1986 wurde die beiden B-Netze durch das C-Netz abgelöst was mehr als das 10fache an Teilnehmern verkraften konnte. Die wichtigsten Neuerungen beim C-Netz waren tragbare Endgeräte, die aber noch 700g wogen, und natürlich, dass man Teilnehmer erreichen konnte deren Aufenthaltsort man nicht kannte.
Im Jahre 1992 kam mit dem D-Netz letzendlich ein Mobilfunknetz, dass den Weg für eine einheitliche europäische Mobilfunklösung bereitete. Außerdem erklärte sich die Deutsche Bundespost bereit mit Mannesmann einen privaten Mobilfunkanbieter zuzulassen. Durch die vollständig digitale Übertragung verbesserte sich nicht nur die Sprachqualität enorm, es wurde auch möglich wesentlich kleinere Endgeräte einzusetzen. Zwei Jahre nach der Inbetriebnahme erweitere man das D-Netz noch um das sogenannte E-Netz. Das war aber keine technische Neuerung, beide Netze basieren bis heute auf dem GSM Standard. Während 1995 die Teilnehmerzahl der Mobilfunknetze bei etwa vier Millionen lag, hat sie sich bis 2005 auf ca. 80 Millionen verzwanzigfacht.
Aufgrund der immer breiteren Nutzung des Internets wurde GSM um die Datenübertragungssysteme GPRS (ca. 2000) und UMTS (ca. 2004) erweitert. Durch diese Technologie und die immer stärkere Verbreitung sogenannter Smartphone kann das Internet inzwischen auch unterwegs genutzt werden.